The long way home

Donnerstag und Freitag, 20./21.4.

Noch einmal zwei Tage durften wir im Savoy Resort & Spa auf der faulen Haut liegen und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Ach, was war das wunderbar!

Zur Feier unseres letzten Abends auf der Insel gönnten wir uns dann gestern doch noch Hummer. Diesen gibt es hier vielerorts, immer sehr teuer und wir erwarteten einiges! Lecker war’s dann auch sehr, aber ganz ehrlich, sooo viel anders als eine überdimensionale Crevette schmeckt der nun auch nicht…

Heute mussten wir gegen Mittag schweren Herzens unsere Supersuite verlassen. Ein wenig leichter fiel uns der Abschied, da wir direkt ins Meer hüpften und noch einmal ausgiebig badeten. Um zwei erhielten wir beide noch eine wunderbar entspannende Rückenmassage im Spabereich, assen danach ein letztes Mal Leckereien in der Hotelbar und schwammen nochmal eine Runde im Meer.

Danach hiess es aufbrechen. Im Spabereich konnten wir noch duschen und stürzten uns danach in die Reisekleider. Es ist komisch, wieder Kniesocken zu tragen, obwohl ich – wie ich vermute – in der Schweiz wieder froh darum sei werde…

Gegen sechs Uhr kam schliesslich unser Taxi und brachte uns pünktlich zum Flughafen. Es war lustig, für ein paar Tage reich zu spielen und wir haben es beide in vollen Zügen genossen, den Roomservice ausgenutzt und mehrmals mit all den lustigen Lichtschaltern gespielt…wir waren beide ein wenig wie zwei kleine Kinder an Weihnachten!

Ich für meinen Teil bin dennoch froh, dass ich nun wieder in mein gewohntes Umfeld zurück kann. Auf die Dauer wäre mir diese Glitzerwelt zu anstrengend…

Nun sind wir in einer neuen Scheinwelt gelandet. Unser erster Flug führte uns nach Abu Dhabi, wo wir acht Stunden Aufenthalt haben.

Es ist jetzt halb zwei morgens. Der Terminal scheint nie zu schlafen. Wir hingegen haben uns ein Zimmer im Terminalhotel genommen und hoffen, dass wir wenigstens ein paar Stunden zur Ruhe kommen…

Der Hummer gegen den Hunger

Reception à la Savoy

Samstag, 22.4.

Die Nacht war kurz und laut, das Bett jedoch das mit Abstand bequemste der ganzen Reise!

Nicht völlig erledigt, aber dennoch ziemlich müde, machten wir uns nach einer kurzen Dusche auf quer duch den riiiesigen Flughafen von Abu Dhabi, kauften uns etwas zu essen und marschierten zu unserem Gate. Wir liefen lange…

Dieser Terminal bietet alles mögliche und unmögliche an Luxus, Menschen und Geräuschen. Der Luxus war allgegenwärtig, die Menge an Leuten erdrückend und der Lärm überwältigend. Fast war es danach im surrenden und brummenden Flugzeug ein wenig still…

Wir flogen nocheinmal etwas mehr als sieben Stunden, schauten Filme, lasen, assen und landeten schliesslich pünktlich in Genf.

Nun sind wir wieder daheim. Dorian hat sich ein Ersatzhandy besorgt (seines ist auf den Seychellen dem Klima zum Opfer gefallen), wir haben das Nötigste an Fressalien im Kühlschrank (Herzdank liebe Schwester und liebe Migros!), zählen unsere Mückenstiche und hoffen, dass sich unsere Verdauung bald wieder vollständig erholt. Und das eigene Bett ist sowieso immer das beste!

Morgenstimmung am Flughafen Abu Dhabi

Irgendein wildes Getränk, dass dann tatsächlich unsere Bäuche etwas beruhigt hat

Beau Vallon again

Wir haben beide eine angeschlagene Verdauung, Imodium war zumindest gestern unser bester Freund und so liessen wir es die letzten zwei Tage ruhig angehen. Wir baden, lesen, spielen Uno und faulenzen und haben nicht vor, bis zum Ende unserer Ferien noch etwas daran zu ändern…

In Beau Vallon ist alles viel angenehmer: es ist etwas kühler, weniger schwül und unser Hotel ist der nackte Wahnsinn! In unserem riesigen Zimmer gibt es sogar eine Extrabeleuchtung für das Handtuchfach im Bad – Sachen gibt’s, die gibt’s doch eigentlich gar nicht…

Auch sonst lässt das Hotel keine Wünsche offen. Das Frühstücksbuffet ist beeindruckend und ich liiiebe all die vielen frischen Früchte, die auch noch so richtig gut schmecken! Zudem gibt es etwa 15 verschiedene Brotsorten, Käse, Aufschnitt, Lachs, Saft in allen Variationen, Müesli in allen Variationen, Eierspeisen und sogar ein paar Flaschen Champagner stehen gekühlt in einem Kübel – ohne Aufpreis, versteht sich!

Das Personal ist sehr freundlich, grüsst immer, ist aufmerksam und sogar ein bisschen schnell. Gestern wurden wir beispielsweise von einer Dame angerufen, welche sich ausschliesslich erkundigen wollte, ob bei uns alles in Ordnung sei oder ob sie etwas für uns tun könne.

Von unserer Terrasse aus haben wir den perfekten Logenplatz für den Sonnenuntergang, welcher ein tägliches Spektakel ist.

Frühstück genau nach meinem Geschmack

Touristenprogramm

Aussicht des Tages

Sonnenuntergang à la Beau Vallon

Anse Lazio, La Digue & zurück nach Mahé

Donnerstag, 13.4.

Heute besuchten wir die Anse Lazio (Anse = Strand).

Wir fuhren mit dem Bus bis zur Endstation und liefen danach mit einigen anderen Touristen das letzte Stück zum Strand. Der Marsch dauerte etwa 20 Minuten; es ging über einen steilen Hügel und die Hitze war brütend…

Gestern Abend hatte es heftig geregnet. Das hat die Wassertemperatur etwas abgekühlt und das Meer war heute um einiges erfrischender!

Den Tag verbrachten wir mit baden, schnorcheln und essen – also alles wie es sein soll!

Panorama am Anse Lazio I

Panorama am Anse Lazio II

Dorian und die Kokosnuss

Freitag, 14.4.

Heute sind wir mit der Fähre auf die nächste Insel – nach La Digue – getuckert.

Die Überfahrt war ruhig und gut klimatisiert, die Ankunft dafür superchaotisch und wahnsinnig heiss!

An der Anlegestelle warteten bereits die Passagiere für die Rückfahrt. Es waren eine ganze Menge Leute und so hatten wir kaum Platz zum Aussteigen, geschweige denn zum Entgegennehmen unserer Koffer. Das Ganze wurde untermalt vom Fluchen der wartenden und der aussteigenden Passagiere, dessen Ignorieren seitens der Bootsangestellten und einer schier unglaublichen Hitze mit einem erdrückenden Gemisch allerlei mehr oder weniger penetranter Gerüche.

La Digue ist etwa 10 Quadratkilometer gross. Es gibt hier nur ganz wenige motorisierte Fahrzeuge. Man ist wohl daran, die Insel mit Elektrofahrzeugen auszustatten, das dauert aber – wie vieles hier – seine Zeit… Bis dahin fährt man am besten Fahrrad.

Von der Bootsanlegestelle erreichten wir in etwa drei Minuten zu Fuss unser Hotel. Dort angekommen erhielten wir einen eisgekühlten Orangensaft und die Mitteilung, dass der Internetzugang bereits seit einigen Tagen ausser Gefecht gesetzt ist und unser Zimmer in ein paar Minuten fertig sei.

Wir warteten. Es war immer noch wahnsinnig heiss. Irgendwann hiess es wir könnten nun unsere Fahrräder entgegennehmen. Die Receptionistin liess die Reception Reception sein und führte uns über die Strasse, unter ein paar Bäumen durch, an einigen müden Kühen und einer grossen Salatplantage vorbei zu einer kleinen Scheune, in welcher sich die Fahrräder befanden.

Der Zustand derselben ist etwas ambivalent. So funktioniert entweder die Gangschaltung oder die Reifen haben Luft – eine Kombination von beidem ist eher schwierig zu finden. Wir haben nun zwei Exemplare gefunden, die ein wenig Luft in den Reifen haben und bei denen die Gangschaltung ein bisschen funktioniert. Über die Insel sollten wir damit allemal kommen…

Die Receptionistin ist übrigens ein junges Mädchen, welche sich tatsächlich über die Hitze beklagt hat. Sowas hört man von den Einheimischen doch eher selten und sie war mir sofort sympathischer! Ich sagte dann zu ihr, sie solle doch nach der Arbeit so rasch wie möglich baden gehen. Sie gab mir zur Antwort, dass sie leider nicht schwimmen könne. Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht…

Dann war endlich unser Zimmer fertig. Mir war mittlerweile schwindlig vor Hitze und ich hatte Kopfschmerzen, so dass ich kalt duschte (das Wasser läuft nur ab und zu, mit minimalem Druck, dafür aber herrlich erfrischend) und mich den Rest des Nachmittags in die Schneise der Klimaanlage legte, viel Wasser trank und ein bisschen vor mich hin döste. Dorian fuhr derweil sein Fahrrad ein und erkundete schon mal das kleine Dorf.

Mittlerweile bin ich wieder einigermassen auf dem Damm. Zum Abendessen gab es Take Away (gebratener Fisch, Gemüsenudeln und Curry mit Schwein) und einen Stromausfall. Die kleine Notstromlampe in unserem Zimmer lieferte dazu ein romantisch-bleiches Licht und wir mussten immer wieder laut loslachen.

Nun ist der Strom wieder da. Die Klimaanlage schnurrt. Und wir sind beide total müde und gehen jetzt schlafen.

Blauer Fisch zur Abwechslung

Still many fish in the sea

Samstag, 15.4.

Heute waren wir nun mit unseren Fahrrädern unterwegs.

Wir fuhren – Hügel aufwärts, Hügel abwärts – quer durch den Dschungel, vorbei an Häusern, Hühnern, Hunden, immer wieder anderer Musik, einem kleinen Verkaufsstand an welchem eine Berner Fahne wehte, durch unendliches Grün, begleitet von Mücken, Fliegen und einem wunderbar erfrischenden Fahrtwind – ein herrliches Erlebnis!

Die Insulaner sind ein gemütliches Volk. Sie bewegen sich gemächlich, singen und pfeifen und grüssen fröhlich. Nur Auto fahren tun sie wie die Henker! Die paar motorisierten Fahrzeuge haben wohl vorallem ein Gaspedal, jedoch vermutlich keine Bremsen…

Wir fuhren zu den Stränden im Süden der Insel: Grand Anse, Petite Anse und Anse Cocos – wobei wir bis zu letzterem nicht gekommen sind.

Die Strasse endet kurz vor Grand Anse. Wir stellten unsere Fahrräder zu den anderen an den Wegrand und setzten unseren Weg zu Fuss fort. Die Grand Anse ist ein beeindruckender Strand: breit und gegen das Wasser steil abfallend, mit einer unglaublichen Menge an von Wind und Wasser abgerundeten Felsen und mit riesigen Wellen!

Wir kühlten uns zuerst im Meer ab und machten uns dann auf zur Petite Anse (laut unserem Minireiseführer schreibt sich das tatsächlich Grand Anse, also in der männlichen Form und Petite Anse, also in der weiblichen Form. Ich tippe auf eine kreolische Sprachkreation).

Der Weg führte uns über einen felsigen Pfad einen Hügel hoch und wieder runter. Drüben angekommen waren wir bereits wieder erledigt und setzten uns in den Schatten einer winzigen Strandbar, tranken eisgekühlten Saft und assen frische Kokosnuss.

Die Petite Anse ist nicht viel kleiner als die Grand Anse, hat dafür aber grössere Wellen. Ich führte mir diese noch aus der Nähe zu Gemüte, worauf wir wieder den Rückweg antraten. Die Anse Cocos wäre nochmal ein Fussmarsch von etwa 20 Minuten entfernt und dafür war uns einfach zu heiss…

Da die Grand Anse ein Strand ohne schattenspendende Bäume ist, haben Einheimische aus Palmenblättern mehrere kleine Hüttchen gebaut. Wenn man den Jungs eine Kokosnuss (aufgeschnitten und mit Strohhalm versehen) abkauft, darf man sich dafür so lange man will an den Schatten legen. Wir kauften zwei Kokosnüsse, erhielten dazu einige frisch geschnittene Kokosnussstücke, legten uns ins Kabäuschen und schlürften die kühle und erfrischende Milch – ein wenig fühlten wir uns wie Robinson Crusoe, einfach mit mehr Service!

Die Fahrt zurück war wiederum luftig und die kühle Dusche im Hotel brachte uns wieder auf eine etwas angenehmere Körpertemperatur.

Die Aussicht des Tages

Ferien wie sie sein sollen

Der Freund des Tages

Sonntag, 16.4.

Wir wurden von einem krähenden Hahn geweckt. Unser Hotel liegt etwas vom Meer entfernt inmitten einer saftig grünen Umgebung. Im Garten der Nachbarn laufen Hühner, Hähne und Hunde frei herum.

Am Morgen war es noch ein kleines bisschen weniger heiss als sonst, das sollte sich während des Tages jedoch noch ändern.

Wir fuhren erst gegen Mittag mit unseren Velos los und nahmen den Nordweg der Insel unter die Räder. Es ging vorbei an diversen Shops, Hotels und einem Friedhof, Hügel hoch und Hügel runter, oft an der brennenden Sonne und mir war schon bald wieder ordentlich schummrig zumute…

So entschieden wir uns für ein Bad im Meer und blieben gleich den ganzen Nachmittag am selben Ort. Den Strand hatten wir die ersten paar Stunden für uns alleine. Wir legten uns in den Schatten eines grossen Baumes mit einem schön dichten Blätterdach, schnorchelten über einem Korallenriff und sahen Seeigel und viele grosse und kleine Fische.

Direkt hinter dem von uns auserkorenenen Badespot befindet sich ein Restaurant, in welchem wir einen herrlichen Tintenfischsalat und ein Thunfischsandwich assen. Dazu gab es frischen Saft (ein Gemisch aus Orange, Mango, Guave, Apfel, Banane und Passionsfrucht – ein herrliches Gesöff!).

Den Rückweg legten wir sehr gemütlich zurück – bergauf schoben wir die Fahrräder gemächlich neben uns her, bergab liessen wir uns den Fahrtwind um die Ohren wehen. Langsam kommen wir im Inselgroove an. Schnell geht hier einfach nicht…

Ostern wird hier übrigens vorallem laut gefeiert. Die meisten Seychellois sind Katholiken und so ist dies auch hier ein wichtiger Feiertag. Am Vormittag gab es die Messe mit einer gut hörbaren Prozession durch die kleinen Strassen, tagsüber wurde en famille am Strand grilliert und lautstark Musik gehört und mittlerweile ist man in den Gärten mit tanzen, singen und trinken beschäftigt. Alle Festivitäten klingen fröhlich und sind weithin hörbar…

Gerade eben waren wir nochmal draussen, sind durch die dunkle Strasse spaziert, haben uns den dunkelsten Platz ausgesucht und den Sternenhimmel betrachtet. Es gibt hier nur ganz wenig künstliches Licht und die Menge an sichtbaren Sternen ist überwältigend!

Ich bin dennoch nicht unglücklich, dass wir morgen wieder nach Mahe zurück fahren. Ein bisschen mehr Zivilisation, ein ruhigeres Meer und funktionierendes Internet haben durchaus ihren Reiz…

Aussicht des Tages

Panorama des Tages

Find the crab

Montag, 17.4.

Was für ein Tag!

Wir nahmen es heute morgen gemütlich: nach dem Frühstück erhielten wir gratis ein Late Check-out bis 12.00 Uhr. Dorian ging schon mal zum Hafen und besorgte die Tickets für die Fähre, während ich fertig packte. Danach warteten wir und vertrieben uns die Zeit mit lesen.

Kurz vor zwölf fuhr uns die Hotelmanagerin mit ihrem Elektrowagen zur Bootsanlegestelle. Dort startete dann der weniger gemütliche Teil des Tages: zuerst warteten wir auf die Fähre. Schliesslich kam eine solche an, Leute stiegen aus, andere wollten gleichzeitig rein und alles war wiederum sehr chaotisch.

Irgendwann kam dann noch eine zweite Fähre an und es war nicht klar, welche nun nach Mahé und welche nach Praslin fährt. Schilder gab es keine, Informationen auch nicht.

Wir fanden schliesslich heraus, dass die zweite Fähre nach Mahé fährt und stellten uns in die andere Reihe, sofern man überhaupt noch von Reihe sprechen konnte…

Danach ging erst mal nichts mehr: alle standen da, die Sonne brannte und niemand informierte irgendwen. Irgendwann fand jemand heraus, dass man das Gepäck wohl auf der rechten Seite abstellen sollte und auf der linken Seite nur Passagiere ohne Gepäck durchgelassen wurden. Als dies alle begriffen hatten, ging die Sache auch deutlich zügiger voran!

Auf dem Schiff stellte sich dann heraus, dass es trotz zwingender Vorreservierung nicht für alle eine  Sitzplatz gab und einige Passagiere eigentlich nach Praslin wollten. Die Fähre dorthin hatte jedoch bereits einige Zeit vorher abgelegt. So wurde entschieden, dass wir via Praslin nach Mahé fahren würden. 

Wir legten mit einer guten halben Stunde Verspätung ab, legten in Praslin an, um drei Leute aussteigen zu lassen und fuhren weiter in ordentlichem Tempo Richtung Mahé. Der Fahrtwind war herrlich!

In Mahé schnappten wir uns ein Taxi, denn von unserem bestellten Hoteltransfer war weit und breit nichts zu sehen.

Und nun sind wir hier: wir haben uns das Beste für den Schluss unserer Reise aufgespart und sind wiederum in Beau Vallon, diesmal jedoch im Savoy Resort & Spa und lassen es uns hier nochmal so riiichtig gut gehen!

Unser Zimmer ist eine gut 70 Quadratmeter grosse Juniorsuite mit einem riesigen Balkon und Aussicht auf den Garten, die Berge und das Meer. Es ist absolut grossartig!

Da fuhren wir endlich!

Immer weiter weg von Praslin und La Digue

Unser Schlafzimmer

Unser Wohnzimmer

Unser Balkon

Vallée de Mai

Heute morgen verwarfen wir die Idee mit dem Taxiausflug wieder. Schliesslich sind wir zwei Tage hier auf Praslin und können unsere Ausflüge auch gut verteilen.

Wir beschlossen, mit dem Bus ins Vallée de Mai zu fahren. Das ist die mit grossem Abstand günstigste Variante der Fortbewegung: pro Fahrt und Person bezahlt man 5 Seychelles Rupees, das entspricht etwa 40 Rappen.

Der Bus kam mit etwa einer halben Stunde Verspätung und setzte seine Fahrt in halsbrecherischem Tempo fort. Auch hier wieder eine wackelige und laute Angelegenheit. Türe gab es keine, dafür kühlte der Fahrtwind die Luft etwas ab.

Das Vallée de Mai ist mit etwa 19.5 Hektaren einer der kleinsten Nationalparks der Welt. Es ist eine überaus üppig bewachsene Landschaft, in welcher viele Pflanzen wachsen und Tiere wohnen, welche es ausschliesslich hier gibt.

Leider entschied ein Landbesitzer in den 1930er Jahren, das Tal mit neuen Pflanzen zu „verschönern“. Da sich ein Urwald an solche Änderungen nur ganz langsam oder gar nicht gewöhnen kann, sind dadurch viele der einheimischen Arten ausgestorben.

Bereits im 1945 ging das Tal an die Regierung über, welche seither das Ziel verfolgt, den Park wieder in seine ursprünglichen Zustand zu versetzen. Dies dauert jedoch seine Zeit…

Auch einige Tiere konnten wir bestaunen: viele Vögel, Eidechsen und Schnecken – fast alles Arten, welche es sonst nirgendwo gibt.

Zurück ging es wieder im Bus, diesmal mit Türe, dafür mit kleinen Ventilatoren bei etwa jedem zweiten Fensterplatz, welche man individuell ein- und ausschalten konnte.

Der Tag war unglaublich heiss und uns lief der Schweiss in Strömen. Umso schöner war unser Abendbad im Meer!

Im Innern des Busses

Viel Grün

Noch mehr Grün

Finde die Eidechse

Finde den Vogel

Heiss heiss heiss!

Eine Coco de Mer, die Frucht einer der vielen endemischen Pflanzen im Vallée de Mai

Praslin

Heute Mittag wurden wir nach einem kurzen Bad im Meer von einem Taxi abgeholt und zum Flughafen gebracht. Von hier aus flogen wir heute Nachmittag auf die zweitgrösste Insel der Seychellen, nach Praslin.

Das Flugzeug war abenteuerlich: eine winzig kleine Konservendose mit direktem Blick ins Cockpit, heiss wie in einem Treibhaus und eine eher wackelige und vorallem laute Angelegenheit! Zum Glück dauerte der Hopser auf die Nachbarinsel nur gerade 15 Minuten. Und zum Glück legen wir die Rückreise dann im Boot zurück…

Am kleinen Flughafen wartete Michel auf uns, der uns in seinem Taxi zur Côte d’Or in unser Hotel brachte. Er machte unterwegs noch etwas Werbung für sein Taxiunternehmen und gab uns seine Karte, falls wir einen Ausflug über die Insel buchen möchte. Das wäre durchaus eine Überlegung wert! Zumal dies gar nicht mal sooo teuer und das Fahren in einem Mietauto gar nicht mal sooo verlockend ist…

Hier angekommen waren wir erst einmal völlig überwältigt von unserem Hotel: das „Village du Pecheur“ liegt von einem wilden Palmengarten umgeben direkt am Meer und ist wahnsinnig schön! Das Zimmer ist riesig, das Bad ebenso und der Balkon steht dem ganzen in nichts nach.

Mittlerweile sitzen wir mit vollen Bäuchen nach einem leckeren Abendessen auf unserem Balkon und lauschen den Wellen – total idyllisch, hier lässt sich’s leben!

Im Innern des Flugzeugs

Die Aussicht während des Flugs

Das kleine Treibhaus mit Propellern

Die Aussicht von unserem Balkon

Das Strandpanorama

Das Hotel vom Strand her gesehen

Die Fischerboote

Lazy Monday afternoon

Heute machten wir uns einen eher faulen Strandtag.

Nach dem Frühstück gingen wir zuerst ausgiebig baden. Dorian versuchte, mir das Kraulen beizubringen. Das Experiment ist im höchsten Mass gescheitert und ich bleibe wohl besser beim klassischen Brustschwumm mit einem gelegentlichen „toten Mann“. Zumal diese Variante sowieso viel gemütlicher ist…

Am Mittag liefen wir dem Strand entlang auf der Suche nach etwas Essbarem. Wir fanden eine winzig kleine Beach Bar, welche von zwei Frauen vom Gardasee geführt wird. Sie begrüssten uns mit einem fröhlichen „Buongiorno!“ und machten uns zwei wunderbare Sandwiches und je einen Passionsfruchtsaft – herrlich!

Den Nachmittag verbrachten wir faul am Strand mit lesen, dem gelegentlichen verscheuchen von wilden Tieren und viiiel baden…

Morgen werden wir auf die nächste Insel reisen. Ich bin gespannt!

Die Aussicht des Tages I

Die Aussicht des Tages II

Das Strandpanorama

Das wilde Tier

Many fish in the sea

Gestern gegen Abend wurden wir am Strand von Jacques angesprochen, welcher uns einen Schnorcheltrip verkaufen wollte. Und wir kauften!

So wurden wir heute morgen von ihm im Hotel abgeholt und fuhren zum Hafen von Victoria, der Hauptstadt der Seychellen. Dort begaben wir uns auf ein zweistöckiges Boot und fuhren los. Zuerst erzählte uns Heather – unser Tourguide viel Interessantes über den Hafen und die kleinen Inseln, welche darin verstreut liegen. So dient beispielsweise die kleine künstliche Insel Houdoul als Vogelzuhause und man sieht einige lustig-farbige, gefiederte Gesellen in den Bäumen sitzen.

Wir passierten die Stromfabrik der Insel, welche jedoch nur etwa 70% des Strombedarfs der Seychellen decken kann. Die Regierung ist nun daran, auf Solarstrom umzusteigen. Die Seychellen sind übrigens eines der ersten Länder weltweit, welche den Umweltschutz in ihrer Verfassung verankert haben.

Wir fuhren am Handelshafen und am RIESIGEN Kreuzfahrtschiff „Queen Elizabeth“ vorbei in die Bucht von Sainte Anne, wo fünf grössere Inseln liegen, welche alle zum Sainte Anne Marine National Park gehören: die Ile Sainte Anne, die Ile Moyenne, Round Island, Long Island und die Ile au Cerf.

Auf Sainte Anne wohnten die ersten Bewohner der Seychellen, irgendwann im 18. Jahrhundert. Heute kann man über dem kleinen Korallenriff davor Schnorcheln. Dort sieht man unzählige kleine Zebrafische und ein paar grössere, graue mit gelber Rückenflosse. Dorian sah sogar eine kleine Muräne! Durch den Glasboden unseres Boots konnten wir dann später auch noch jede Menge Seegurken sehen, eher wüste Kreaturen, aber laut einem unserer Guides sollen sie immerhin lecker schmecken…

Nach dem Schnorcheln fuhren wir zur privaten Ile Moyenne, wo man gegen eine Gebühr von 10 Euro eine Tour über den kleinen Landflecken machen konnte. Wir entschieden uns dagegen und flirteten statt dessen zuerst mit ein paar Riesenschildkröten und genossen danach zwei extrem süsse und anständig gekühlte Getränke im kleinen Restaurant der Insel.

Der Rest unserer Gruppe kam etwa eine Stunde später und es gab ein Buffet mit Fisch und Poulet vom Grill, Gemüse, Knoblauchbrot und allerlei Krimskrams von Nudeln über Reis bis hin zu Gemüsebällchen – sehr, sehr lecker!

Weiter ging unsere Fahrt vorbei an Round Island, einer ehemaligen Leprakolonie. Heute befindet sich ein Luxushotel auf dieser kleinsten der fünf Inseln.

Auf Long Island befand sich früher das Staatsgefängnis. Als man aber merkte, dass die Gefangenen mit dem Aufenthalt auf dieser Trauminsel nicht wirklich bestraft waren, verlegte man dieses nach Victoria.

Zurück in Victoria holte uns Jacques wieder ab und fuhr uns zurück zum Hotel. Nach einem kurzen Bad und einer ausgiebigen Dusche gab es wiederum feine Leckereien aus dem Meer zum Abendessen. Das Leben ist gerade sehr schön!

Dorian mit seinem neuen Freund Jacques

Der gestrige Sonnenuntergang vor Beau Vallon Beach

Die Königin

Ile Moyenne

Mein Flirt mit den Riesenschildkröten

Honeymoon

Endlich ist es soweit: wir haben Ferien!!!

Seit etwa vier Stunden befinden wir uns auf der Seychellischen Hauptinsel Mahe. Unser Hotelzimmer war anfangs noch nicht parat, doch das kümmerte uns herzlich wenig… Dafür tauchten wir im lauwarmen Meer ab und legten erst einmal die Füsse hoch.

Die Reise verlief ruhig und entspannt. Der Dame beim Check-in am Genfer Flughafen war es total egal, dass meine Flugbuchung und mein Pass nicht auf exakt denselben Familiennamen laufen! Natürlich waren wir viel zu früh und da unser erster Flug nach Düsseldorf auch noch Verspätung hatte, hatten wir jede Menge Zeit zum totschlagen…

Als es dann endlich losging und wie immer zuerst die Business Class einchecken konnte, lief – Überraschung! – KT Tunstall vor unseren Nasen vorbei. Ich – grosser Fan der ersten Stunde – nahm meinen Mut zusammen und fragte sie kurz nach der Landung nach einem Selfie. Sie war superfreundlich, erzählte mir von ihrem Konzert am Zermatt Unplugged am Abend vorher und von ihrer anstehenden Tour mit den Simple Minds – ich bin gerade noch etwas mehr Fan!

Der Rest der Reise war unspektakulär. Ich konnte sogar etwas schlafen und bin nun zwar müde, aber nicht komplett erledigt…

Beim Ausstieg in Mahe schlug und erst einmal feuerheisse Luft entgegen. Dafür war die Ankunftshalle angenehm klimatisiert und ein fröhlicher Taxifahrer führte uns mit offenen Fenstern auf luftige Weise in unser Hotel am Beau Vallon Beach. Hier ist es angenehmer, es windet ein bisschen und das Bad tat sooo gut!

Und hier sind wir nun, direkt am Strand mit pulverfeinem Sand, türkisblauem Meer, fast wolkenlosem Himmel und haben unsere Bäuche voll mit Sushi. Es könnte schöner nicht sein und ich freue mich SEHR auf die nächsten Tage!

Der KT-Selfie

Die Aussicht

Das Mittagessen

Der Tag der Tage

Am 3. März durften wir unsere Hochzeit feiern – was für ein wunderbares Erlebnis!

Der Tag begann im Standesamt Interlaken mit der zivilen Trauung und schloss mit einem rauschenden Fest im Grandhotel Giessbach in Brienz, wo wir uns vor fast acht Jahren bei der Arbeit kennengelernt haben.

Fotos vom grossen Tag findet Ihr unter folgendem Link:
Bilder vom Tag der Tage

An dieser Stelle bedanken wir uns nocheinmal ganz ganz herzlich bei all unseren Gästen und allen, welche sonst in irgendeiner Art zum perfekten Gelingen unseres Festes beigetragen haben – Ihr seid GROSSARTIG!!!

PS: sollte jemand von Euch noch Fotos haben, welche er uns gerne zur Verfügung stellen möchte, meldet Euch doch bei uns – wir würden uns freuen!

On the way home

Die Medikamente aus der Apotheke in Sneem haben nicht so wirklich gewirkt. Nach wie vor huste ich viel und habe wenig Luft und wenig Gehör.
Am Samstag habe ich mich widerum mit dem Gepäck eine Station weiter, nach Kenmare, transportieren lassen. Ich fühlte mich etwas fitter und beschloss, das Städtchen zu erkunden, während Dorian tapfer weiterwanderte.

In Kenmare schloss ich Freundschaft mit einer kleinen Katze auf einer Motorhaube und mit einigen Schafen auf einem Schafmarkt. Danach setzte ich mich in ein Cafe und ass einen wunderbar luftigen Scone und trank Pefferminztee.

Pat, der äusserst liebenswürdige Host von unserem B & B, hatte mir gesagt, dass unser Zimmer etwa um zwölf Uhr parat sein würde. Als ich um viertel nach zwölf wieder dort war, war das Zimmer noch nicht fertig. Ich wurde dennoch mit offenen Armen empfangen, schaute zu wie gebettet und geputzt wurde und konnte mich schliesslich endlich ausruhen. Der kleine Ausflug in die Stadt hatte mich schon wieder überanstrengt…

Am Sonntag fährt genau ein Bus von Kenmare nach Killarney. Diesen schnappten wir uns um vier Uhr nachmittags. Heute gings dann mit dem Zug zurück nach Dublin. Nach einer anschliessenden laaangen Busfahrt quer durch die Stadt sind wir vor kurzem in unserem Hotel in der Nähe des Flughafens angekommen.

Morgen fliegen wir heim und ich freue mich sehr auf mein eigenes Bett! In diesem Zustand macht reisen einfach keine Freude, zumal ich ja auch nicht das unternehmen konnte, worauf ich mich so lange gefreut hatte.

Es führt wohl kein Weg daran vorbei: wir müssen hier nochmal hin!

Dublin Euston Station: